Franziska Lang hat beim FoundersTalk im Oktober ihre bewegende Geschichte erzählt. Nach dem Studium von Geschichte und Politikwissenschaften merkte sie schnell: Die Uni ist nicht ihr Weg. Sie landete in der Gastronomie – getrieben von ihrer Leidenschaft für gutes Essen und Kochen. Doch die langen Stunden und der geringe Verdienst zehrten an ihr.

Ein systemisches Coaching war der Wendepunkt: Sie erkannte ihr Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Der Kindheitstraum vom „kleinen, feinen Café mit hochwertigen Produkten” bekam wieder Raum. Aus einer Bäckerfamilie stammend, kannte sie Selbständigkeit von klein auf.

Während Corona fand sie den passenden Standort in Bad Mergentheim – doch es folgte ein zermürbender Rechtsstreit mit dem Vermieter. Sie hatte bereits gekündigt, Geräte bestellt, Handwerker beauftragt. Diese Zeit war für sie unglaublich belastend.

Am 1. März 2024 öffnete das Café Alma trotzdem – zunächst ohne Gästetoiletten, ohne alle Genehmigungen, fast alleine. Heute trägt sich das Café, auch wenn sie noch mit Selbstzweifeln kämpft und Flauten sie manchmal in Panik versetzen.

Was das Publikum besonders berührt hat: ihre Offenheit über die echten Schwierigkeiten des Gründens. Und die Freude, die dabei strahlt – Autonomie, echte Verbindungen zu Gästen, das Gefühl, etwas Eigenes aufgebaut zu haben.