Jasmin Wild hat beim FoundersTalk im September ihre Geschichte erzählt – und dabei nicht mit den schwierigen Teilen gespart. Das hat den Abend besonders gemacht.

Sie startete ihre Karriere in der Logistikbranche, wo sie über Jahre Erfahrung in Projektmanagement und Führung sammelte. Dabei entdeckte sie ihre eigentliche Stärke: andere Menschen in ihren Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln. Was nach außen wie ein solider Werdegang aussah, fühlte sich für sie zunehmend falsch an.

Denn gleichzeitig kämpfte Jasmin mit Selbstzweifeln und durchlebte eine Burnout-Phase. Statt darüber zu schweigen, sprach sie offen darüber – vor dem ganzen Publikum im Tauberwerk. Diese Ehrlichkeit war einer der stärksten Momente des Abends.

Der Wendepunkt: Sie erkannte, dass ihr Kern nicht das Projektmanagement war, sondern das, was sie nebenbei immer getan hatte – Menschen zuhören, begleiten, befähigen. Sie gründete Jasmin Wild Mentoring und bietet seitdem Beratung für Unternehmen, Teams und Einzelpersonen an.

Heute gibt sie Workshops für Freelancer und Führungskräfte, hilft bei der Zielklärung und der effektiven Nutzung vorhandener Ressourcen. Ihr Motto: „Ich glaube an Menschen.” Nicht als Phrase – sondern als Geschäftsmodell.

Was das Publikum besonders in Erinnerung behielt: Wie sie ihren Vortrag gestaltet hatte. Fotos auf einer Wäscheleine, aufgehängt wie Momente eines Lebens – eine kleine aber wirkungsvolle Art, Persönlichkeit in einen Businessabend zu bringen.

Unternehmerisch zu sein bedeutet für Jasmin Wild nicht nur finanzielle Unabhängigkeit, sondern Erfüllung, Authentizität und echte menschliche Verbindungen in der Arbeit.