Max Bank hat beim FoundersTalk im November etwas getan, das man selten erlebt: Er hat seinen gesamten Gründerweg in sieben Phasen aufgeteilt und offen über jede einzelne gesprochen – auch die schmerzhaften.
2012 gründete er gemeinsam mit einem Kommilitonen die Patagona GmbH. Die Idee: Software für automatisierte Preisanalyse im E-Commerce. Die erste Version verschickte Excel-Dateien per E-Mail. Umsatz: gering. Gehalt: keins. Aber die frühen Kunden gaben wertvolles Feedback – und das war der eigentliche Startpunkt.
Was folgte, war kein geradliniger Aufstieg. Patagona brauchte Jahre, um echte Vertriebsstrukturen aufzubauen. Ab 2015 richteten sie sich gezielt auf kleinere Unternehmen aus – niedrige Einstiegshürden, schnellerer Verkaufszyklus. Das funktionierte. Das Team wuchs, die Prozesse professionalisierten sich.
Dann kam 2020. Die Pandemie traf Patagona existenziell. Max musste Entscheidungen treffen, die ihn heute noch beschäftigen – darunter Entlassungen. „Finanzielle Resilienz ist genauso wichtig wie Wachstum”, sagte er. Eine Lektion, die er gerne früher gelernt hätte.
Nach der Erholung folgte 2022 der Exit: Patagona wurde übernommen. Max blieb noch eine Weile, merkte dann aber, dass seine Stärken im Aufbauen liegen – nicht im Verwalten. Anfang 2024 verließ er das Unternehmen.
Was bleibt: Fünf Prinzipien, die er dem Publikum mitgab – Fokus schlägt Breite, Simplizität schlägt Komplexität, finanzielle Puffer sind kein Luxus, Leidenschaft ist kein Bonus sondern Voraussetzung, und der beste Zeitpunkt für eine Gründung ist das Studium.
Über 25 Zuhörer, darunter viele Studierende der DHBW, nahmen an diesem Abend teil. Es war einer dieser FoundersTalks, bei dem man mit mehr Klarheit nach Hause geht als man erwartet hatte.